Start 2006


Ein Schachwochenende auf dem Heidehof Sterley

Bis zum Mittag waren alle Mächen da und es ging gleich los mit Schach spielen. Natürlich draußen, bei Sonnenschein und zwischen Pferden. Aber erst am Sonntag fand ich heraus, dass wir die Tiere nicht füttern durften – sie haben ja ihre Fütterungszeitenzeiten.

Am Nachmittag begann dann die erste Reitstunde, die Mädels konnten sich mit ihren Pferden vertraut machen, einige wenige zum ersten Mal. Ich bin noch einmal knapp davon gekommen und habe es mir aus sicherer Distanz angeschaut.

Nach dem Abendessen gab es eine Trainingseinheit für die Mädchen in verschiedenen, nach Spielerfahrung eingeteilten Gruppen. So konnte ich Nicola, Annika, Kaya, Julia, Maraike und auch Bianca näher kennen lernen. Hauptthema war natürlich der Springer mit seinen Stärken und Schwächen in der Eröffnung und im Endspiel. Dabei gab es viel zu lachen, hoffentlich auch viel zu lernen; auf jeden Fall konnte Maraike nach ihrer nächsten Runde begeistert zu mir laufen und zeigen, was sie gelernt hatte.

Nach dem Training wurde Fußball (!) gespielt, während die Franzosen gegen die Brasilianer antraten. In Sterley sind allerdings mehr Tore gefallen. Für mich bedeutete das recht viel körperliche Betätigung, auch außerhalb des Spielfeldes. Manche Mädels erkannten mein Talent, als Pferd oder Hüpfburg herhalten zu können. Aber ich habe überlebt! Dabei sein ist bekanntlich alles.

Morgens wurden die restlichen Runden gespielt. Bitte im Schatten. Und Sonnencreme nicht vergessen! Zwischendurch haben wir im Stuhlkreis noch einige intelligenten Ratespiele durchgeführt und in einer turbulenten Runde „Obstsalat“ hat es einige regelrecht vom Stuhl gerissen. Diesmal aber im Schatten, denn irgendwann war es einfach zu warm!

Dann konnten die Mädchen wieder ihre Pferde satteln und pflegen, bürsten, striegeln und natürlich reiten. Es gibt so viele Dinge, die es dabei
zu achten gilt. Inga spannte mich bei einigen Aufgaben ein. Allerdings möchte ich mangels Fachvokabular nicht weiter darauf eingehen.

Es war erstaunlich, dass die Mädchen praktisch immer Lust auf eine Partie Schach hatten, obwohl wir uns auf einem Reiterhof befanden und einige der
Mädchen auch sehr gern reiten. Für mich war es außerdem schön zu sehen, dass sich Annika P. in der A-Gruppe so gut durchgesetzt hat und Zweite hinter
Henrike wurde.



1 Termin = 22 Mädchen